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ROTMILAN.
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Foto: Marko König
Projekt

Im Rahmen des Rotmilanprojektes soll erstmals die Nahrung der Rotmilane während der Brutzeit quantitativ und vollständig analysiert werden. Dafür wurden im Landkreis Göttingen 2009 zwei Nester mit Kameras versehen und die Methode der Videoüberwachung erprobt. 2010 wurden drei weitere Kameras installiert. Die Methode eignet sich zum einen sehr gut zur ständigen Überwachung während der Hellphase als auch zur quantitativen Analyse der Beute. In vorhergehenden Untersuchungen wurde die Beute der Rotmilane mit Hilfe von Gewöllanalysen und Nahrungsresten erfasst. Hierbei konnte jedoch nur eine qualitative Aussage über das Nahrungsspektrum der Vögel getroffen werden. Mit der Kameramethode kann das Gewicht der Beute geschätzt werden. So lässt sich am Ende der Brutzeit abschätzen, ob die Jungvögel ausreichend von den Altvögeln versorgt werden konnten. Der tägliche Nahrungsbedarf eines Jungvogels beträgt ca. 150 g. Mit der Kamerauntersuchung lassen sich so Nahrungsengpässe nachweisen.

Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf die Nahrungsverfügbarkeit in der Landschaft zu. Im Rahmen des Projektes wurden ab 2011 mehrere Luzerneflächen im Untersuchungsgebiet angelegt, um Schutzmaßnahmen für den Rotmilan zu erproben. Die Nahrungssuche der Rotmilane wird im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten dokumentiert.

Ziel dieser Untersuchung ist es, die Ursachen für den Rückgang der Rotmilane in der Region herauszufinden und Vorschläge für effektive Schutzmaßnahmen zu erarbeiten.

 

Maßnahmen zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit

 

Im Landkreis Göttingen wurden bereits im Rahmen des Kooperationsprogramms Naturschutz (FM 432) 444 Hektar Ackerfläche mit Luzerne begrünt, die zur Zeit der Jungenaufzucht der Milane gemäht werden soll. Davon liegen ca. 80 Hektar im V 19.

Vorangegangene Untersuchungen zur Verfügbarkeit von Kleinsäugern im Vogelschutzgebiet 19 (Diplomarbeit Katharina Koch 2010) im Jahr 2009 haben gezeigt, dass Kleinsäuger Flächen mit fehlender Deckung nur in geringer Dichte besiedeln. Nach einer Mahd fallen die Dichten der Kleinsäuger schnell. So sind Grünlandflächen oder auch die für Rotmilane eingerichteten Mahdflächen mit Luzerne vorwiegend im Moment der Mahd für wenige Stunden nutzbar.

Mit zwei Varianten soll erprobt werden, ob sich erreichen lässt, dass die Mahdflächen über einen längeren Zeitpunkt attraktiv zur Nahrungssuche sind. Beide Varianten werden auf Ackerflächen angelegt, dort säen die Landwirte eine Saatenmischung für Grünfutter aus (Gras, Klee, Luzerne; Zusammensetzung nicht festgelegt).

 

1) Staffelmahd:

 

Bei der Bewirtschaftung von Staffelmahdflächen wird die Frischfutternutzung für das Vieh nachgestellt, das heißt, es wird öfters ein Teil der Fläche gemäht. So soll die Fläche regelmäßig für Milane nutzbar sein. In den Verträgen wir ein achtmaliger Mahdvorgang in den Monaten der Jungenaufzucht der Milane festgesetzt, wöchentlich einmal in den Monaten Mai und Juni. Bei jedem Mahdvorgang wird ein Viertel der Fläche geschnitten, so dass in zwei Monaten die gesamte Fläche zweimal vollständig gemäht wird.

 

2) Zebramahd:

 

Bei dieser Variante werden Streifen von einer Mähwerkbreite in die Vegetation gemäht, der nächste Streifen bleibt ungemäht stehen, der nächste wird wieder gemäht etc. Diese Muster hält einerseits die Kleinsäuger in der Fläche, da noch Deckung verfügbar bleibt und macht andererseits diese Fläche den Milanen zur Nahrungssuche zugänglich, da sie in den Randbereichen der Vegetation Mäuse sehen und ergreifen können. Damit soll die Verfügbarkeit von Kleinsäugern nicht auf kurze Momente beschränkt bleiben.

 

 

 

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